Kampf der Kulturen oder Interkulturelle Woche?<
– Ein philosophisch-theologischer Beitrag –
Günter Harmeling, Theologe und Krankenpfleger, umriss in seinem aufschluss- und zitatreichen Vortrag die differenzierten, historisch gewachsenen Auffassungen über kulturelle Vielfalt und Zusammenhalt. Neben den doch eher beschreibenden Definitionen (Inter-, Multi- oder Transkulturalismus) führte er am Beispiel jüdischer und islamischer Einflüsse die Durchdringung dieser Kulturen in der europäischen Geistes- und Wirtschaftsgeschichte vor Augen, über die man selten nachdenkt.
Nach der äußerst detailreichen Darstellung der Zusammenflüsse der Kulturen als positiven Prozess gegenseitiger Bereicherungen forderte Harmeling aus theologisch-christlicher Perspektive, dass die Begegnung mit Menschen anderer Kulturauffassungen nur in der „Arbeit der Liebe“ gelingen könne. Gerade in schwierigen Zeiten divergierender Kulturauffassungen gelte es, diese Arbeit zu stärken und zu fördern.
In der lebhaft geführten Diskussion am Ende seiner kenntnisreichen Ausführung wurde deutlich, wie differenziert diese Arbeit von den Teilnehmern interpretiert wurde.




